10 Tage Bundesregierung: Ein kleiner Kommentar

Angela-Merkel

Mit mehr als 170 Tagen der Regierungsbildung nach der letzten Wahl zum Deutschen Bundestag war dies eine doppelt so lange Zeit wie 2013 und mehr als vier Mal so lange wie der Durchschnitt in der Geschichte der jungen Bundesrepublik. Angela Merkel hat es geschafft, sie ist wie ihr Mentor Helmut Kohl auch in ihrer vierten Amtszeit. Aber zu welchem Preis?

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Horst Seehofer wurde mit mehr Kompetenz ausgestattet – vermeintlich – und nach Berlin gelockt. So konnte die CSU auch ihre inneren Querelen besser im Griff behalten. Und jetzt bricht der gleiche Streit der vergangenen Jahre erneut los – ohne den Sicherheitsabstand München-Berlin. Sie hat Schlüsselministerien hergegeben. Es gab Kommentare, welche im Grunde ausgesagt haben, dass die SPD wirklich nicht zu verstehen wäre, wenn man als „Juniorpartner“ in Koalitionsverhandlungen geht und mit Ergebnissen raus kommt, als wäre man von den Wähler*innen zur Regierungsbildung aufgerufen worden. Fazit: Frau Dr. Angela Merkel hat es nicht leicht, das ist ihr aber ganz bestimmt auch bewusst.   
Das große Fragezeichen ? wird aber für die nächsten Jahre bleiben. Wie verstehen die Wähler*innen Angela Merkel? Kommt gute Sozialpolitik – so sie denn auch gemacht wird – auch bei der Basis der SPD an? Kann man der AfD das Handwerk legen und nach Özdemir Manier offenbaren, dass diese Partei nichts in demokratischen Parlamenten zu suchen hat? Deutschland darf gespannt sein – und fimico.de ist es auch!

(24.02.2018 sun)