Datenklau: Facebook unter Druck

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Mutmaßlich mehr als 50 Millionen User des sozialen Netzwerks Facebook sind von nicht autorisierter Datenweitergabe betroffen. Mark Zuckerberg, der Gründer und CEO von Facebook, hat sich nach Bekanntwerden des Skandals zuerst bedeckt gehalten, doch nun hat er sich geäußert und schwere Fehler eingeräumt.

„In der Affäre um missbräuchlichen Umgang mit Daten von Nutzern des sozialen Netzwerks Facebook hat sich am Mittwoch erstmals Mark Zuckerberg persönlich geäußert. In einem Interview mit dem Nachrichtensender „CNN“ gab er Fehler zu und sprach eine Entschuldigung aus: „Es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist.“ Er bekundete außerdem Bereitschaft, vor dem amerikanischen Kongress auszusagen, und er suggerierte, Facebook sei nicht dagegen, stärker reguliert zu werden.
Vor dem Interview hatte Zuckerberg schon in einem Eintrag auf seinem Facebook-Profil zugegeben, es habe einen „Vertrauensbruch zwischen Facebook und den Menschen, die ihre Daten mit uns teilen“ gegeben, und das Unternehmen müsse dies reparieren. „Wir haben eine Verantwortung, Eure Daten zu schützen, und wenn wir das nicht können, dann verdienen wir nicht, in Eurem Dienst zu stehen.“ Geschäftsführerin Sheryl Sandberg meldete sich ebenfalls zu Wort und sagte mit Blick auf den Datenmissbrauch: „Ich bedaure zutiefst, dass wir nicht genug getan haben, um damit umzugehen.““

In der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kann man weitere Hintergründe zu dem Vorfall nachlesen. Es wird spannend zu sehen, ob sich Staaten zu stärkeren Regulierungen weltumspannender Netzwerke überwinden können und wie diese dann praktisch umgesetzt werden sollen. Sicher ist; Dieser Datenskandal zeigt einmal mehr, dass ein Internet der Daten und Dinge auch ein Internet der Gesetze und Regeln werden muss. Wenn Wertevorstellungen in der Offline-Welt verteidigt und geschützt werden, dann ist die Weltgemeinschaft jetzt angehalten sich darüber zu verständigen, wie dies auch im World Wide Web geschehen kann.

(22.03.2018 sun)

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