Geheimhaltung aufgehoben. Glyphosatstudien müssen zugänglich gemacht werden

PANORAMA-Glyphosatstudien-müssen-zugänglich-gemacht-werden-2019-03-07

Das öffentliche Interesse an den Studienergebnissen zur Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat wiegt schwerer als Geheimhaltungsinteressen, so urteilten die EU Richter. Eine Lebensmittelbehörde wollte die Ergebnisse unter Verschluss halten. Sollte das Urteil rechtskräftig durchgesetzt werden, so ist diese Geheimhaltung nicht mehr möglich.

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In 2017 wurde Glyphosat für weitere 5 Jahre zugelassen. Es gab damals heftigen Streit darum und besonders aus Deutschland auch heftige Proteste. Seit einer Studie aus 2015 gilt der Stoff als wahrscheinlich krebserregend. Nach dem jetzigen Urteil müssen umstrittene Studien zugänglich gemacht werden. So nachzulesen unter „Rechtssachen T-716/14, T-329/17“ vor dem Europäischen Gerichtshof.

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Innerhalb von 2 Monaten kann gegen das Urteil vorgegangen werden. Dass Ganze dann ebenfalls vor dem EuGH in Luxemburg. Fimico.de geht davon aus, dass es zu einem Einspruch kommen wird. Die wirtschaftlichen Interessen an dem Stoff sind viel zu groß, als dass die Hersteller das Urteil lautlos hinnehmen könnten.

(sun 07.03.2019)

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glyphosat-efsa-muss-glyphosat-studien-veroeffentlichen-a-1256685.html#ref=rss
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/glyphosat-studien-duerfen-nicht-geheimgehalten-werden-16076548.html