Korruption: Deutschland rutscht weiter ab

Korruption

Am Mittwoch den 21. Februar 2018 wurde der neue Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) vorgestellt. Die Süddeutsche Zeitung berichtet dazu in ihrer online Ausgabe:
„Die Bundesregierung tut nach Einschätzung von Transparency International zu wenig im Kampf gegen Korruption. In dem am Mittwoch vorgelegten Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) der Organisation rangiert Deutschland auf dem Niveau des Vorjahres, rutscht aber dennoch um zwei Plätze auf den zwölften Rang hinter Luxemburg und Großbritannien zurück. “Wer nur verwaltet und keine neuen Initiativen ergreift, läuft Gefahr, international abgehängt zu werden”, sagte die Vorsitzende von Transparency Deutschland, Edda Müller, in Berlin.“

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Der Bericht möchte besonders auf ein Themenfeld in Deutschland aufmerksam machen, den Lobbyismus. Dort steckt die größte Korruptionsgefahr. Ob hinter vorgehaltener Hand oder indirekt mit Parteispenden, Lobbyisten aller Art versuchen sich massiv Vorteile zu verschaffen indem sie Entscheider mit außerordentlichen Zuwendungen beglücken.
„Für Deutschland betonte Müller, dass beim Lobbyismus Handlungsbedarf bestehe. “Es ist bedauerlich, dass im Koalitionsvertrag nichts zum Thema Lobbyregulierung steht”, sagte sie. Notwendig seien unter anderem ein verpflichtendes Lobbyregister und erweiterte Offenlegungspflichten für Interessenkonflikte. Auch eine Verschärfung der Regeln zur Parteienfinanzierung sei überfällig.“

(22.02.2018 sun)

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/transparency-international-berlin-tut-zu-wenig-gegen-korruption-1.3878047