Unbegrenzte Macht: Branchen-Riesen wie Amazon, google oder Facebook sind kaum zu bändigen

Onlinehandel. Wissenskonzentration. Soziales Baukastensystem. Die größten Internetdienste der Welt sind nicht nur milliardenschwer, sie entwerfen auch unser aller Zukunft. Etablierte Institutionen wie Aufsichtsbehörden, welche demokratisch legitimiert sind, haben nur begrenzte Möglichkeiten im Sinne der Bürger und Bürgerinnen zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu sanktionieren. 

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Die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrer Printausgabe Nr.4; 74. Jahrgang „Viel zu stark“. Catherine Hoffmann und Claus Hulverscheidt fassen zusammen an welchen Stellen die großen Akteure im Netz als zu mächtig zu betrachten sind. Sie schaffen es nationale Richtlinien zum Beispiel zum Datenschutz reihenweise zu umgehen. Sie entziehen sich mit cleveren Rechenkonstrukten den Prüfmöglichkeiten der Kartellwächter. Das sind nur einige Beispiele, warum es wichtig ist mit einer internationalen Stimme zu sprechen, wenn man sich über ein weltweites Netz unterhält. Die Ökonomin Dalia Marin beispielsweise ist davon überzeugt: „Die Daten gehören den Menschen, nicht den Konzernen“. Sie war es auch, die auf dem jüngsten G-20-Treffen vorgeschlagen hat, ein weltweites Netz der nationalen Wettbewerbsbörden zu schaffen, in dem verbindliche Regeln für alle gelten. Das klingt nach ferner Zukunft, ist aber im Interesse der Diversität und des gesunden Konkurrenzkampfes nur zu empfehlen. (sun 09.01.2018)

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