Rente ab 70? Schere zwischen arm und reich geht auch bei der Rente weiter auseinander

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Der demographische Wandel hält an und das belastet die Sozialkassen zunehmend. Den Folgen der immer älter werdenden Gesellschaft sollte die Anhebung des Renteneintrittalters, von 65 auf 67 vor gut zwölf Jahren durch Franz Müntefering (SPD), entgegenwirken. Die Absicht war es, die Rentenkassen und den Generationenvertrag so zu stabilisieren. Nun 12 Jahre später wird klar, dass eine neue Schere entstanden ist. Gut gebildete, gesunde Menschen in stabilen Arbeitsverhältnissen können sich besser auf die Verlängerung des Arbeitslebens einstellen, als Menschen mit sozialen und oder gesundheitlichen Problemen. Diese Schwächeren treten weiterhin früher in die Rente ein und sind dadurch verstärkt von Altersarmut bedroht.

In der Zwischenzeit werden die Rufe nach einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 laut. Man kann davon ausgehen, dass eine solche Entscheidung die nachgewiesene Entwicklung der letzten 12 Jahre noch einmal verstärken und die Schere zwischen armen Rentnern und solchen mit ausreichendem Einkommen weiter auseinander gehen dürfte.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik/rnd/soziale-schieflage-droht-kommt-nach-der-rente-mit-67-bald-die-rente-mit-70–32390238