Die Bundesländer hegen Bedenken gegen die E-Scooter-Pläne des Bundes- Verkehrsministers

IMG_20190410_115615

fimico hat die E-Scooter getestet

Andreas Scheuer von der CSU hält an seinem Vorhaben die E-Scooter auf die Straße zu bringen fest. E-Scooter die schneller als 12 Km/h fahren sollen demnach die Radwege benutzen und langsamere Modelle auf den Gehwegen fahren. Das halten einige Bundesländer für problematisch.

Fimico hat die E-Scooter in Lissabon für einige Tage getestet. Man kann die Fahrzeuge einfach per App ausleihen und die Fahrt wird dann minutengenau abgerechnet. Uns ist aufgefallen, dass die E-Scooter je nach Verkehrsaufkommen, schwierig in den Verkehr zu integrieren sind. Generell sind die Verkehrsteilnehmer nicht darauf gefasst, dass ein solcher E-Scooter auf dem Rad- oder Gehweg fährt. Man kann davon ausgehen, dass man sich an das geänderte Verkehrsbild gewöhnen kann, aber zu Anfang wird es wahrscheinlich problematisch werden.

Es ist ratsam auch diese Möglichkeit der Mobilität – vor allem in den Städten – zu testen. Das zuständige Gremium im Bundesrat wird vermutlich am 17. Mai darüber entscheiden. Es könnte von Vorteil sein, wenn man im gleichen Atemzug darüber nachdenkt, Autos aus Teilen der Innenstädte auszuschließen und die Wege für Räder und E-Scooter komplett frei zu machen. Das würde auch einen zusätzlichen Anreiz schaffen auf diese Vehikel umzusteigen. Zumindest für die letzten Kilometer.

(red/dpa)