Zahlungen von rund 500 Milliarden Dollar Steuern werden durch Tricks vermieden

Große Konzerne verschieben ihre Gewinne gerne mit „kreativer Buchhaltung“ in Länder in denen sie die wenigsten Steuern zahlen. In Europa beispielsweise nach Luxemburg, in die Niederlande oder nach Malta. Die Bäckerei, der Buchladen und auch die meisten Mittelständler hingegen zahlen ihre 30 Prozent Steuern und vermeiden diese nicht durch Briefkastenfirmen oder Niederlassungen im Ausland.

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Deutschland verhindert die Regelung auf europäischer Ebene

„Country-by-Country-Reporting“, soll dabei helfen die Steuervermeidungsstrategien der großen Konzerne zu bekämpfen. Für jedes einzelne Land müssten Unternehmen damit Gewinne, Umsatz, Mitarbeiter und Steuern auflisten. Die Öffentlichkeit erfährt davon aber bislang nichts, obwohl die Finanzbehörden diese Daten bereits erhalten und untereinander austauschen.

Die SPD macht in einem Wahlwerbespot darauf aufmerksam, dass sie die Vermeidungshandlungen bekämpfen möchte, interessant dabei ist, dass es vermutlich Olaf Scholz als Finanzminister und SPD-Politiker mitzuverantworten hat, dass die Regelung in Europa auf Eis liegt.

So wie die Buchhändlerin Dorothee Junck sehen es viele Wähler und Wählerinnen

„Wir leben in diesem Land und wir nutzen die Infrastruktur in diesem Land, und geben auch gern was in die Kommune zurück. Also, es ist mir klar, dass ich … ohne Steuern können wir dieses Land nicht aufrechterhalten. Und das sehen wir ja an vielen Orten, dass das auch schwer fällt und das fällt deshalb schwer, weil einfach viele Konzerne ihre Steuern hier nicht mehr zahlen.“

Durch Transparenz könnte mehr öffentlicher Druck entstehen lassen und Behörden zu mehr Effizienz befähigen. Dann zahlen vielleicht auch irgendwann die Internetgiganten und die Großkonzerne Steuern auf ihre Gewinne wie alle anderen Unternehmer und Selbstständigen.

Quelle: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/steuertransparenz-100.html

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