Elektromobilität für den Massenmarkt fast unmöglich

Die Energiewende ist ein richtiger und notwendiger Schritt in Richtung Zukunft. Dennoch ist die Zäsur der Mobilität weg von Brennstoffen hin zu Elektroantrieb ein sich sehr schnell vollziehender Vorgang. Vielleicht zu schnell, um die Auswirkungen kritisch zu hinterfragen? Da Kohle und Öl endlich sind, sind wir aufgefordert nachzudenken, ob es vernünftig ist die Rohstoffe einfach zu verbrennen.

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Rohstoffe reichen für den Massenbedarf nicht aus

Lassen Sie mich eine einfache Rechnung als Gedankenspiel anführen. Etwas mehr als 40 Kilogramm Lithium sind in einem durchschnittlichen Akku eines Autos versteckt. Wir haben in Deutschland rund 63 Millionen angemeldete Fahrzeuge. Wären alle diese Fahrzeug mit Elektroantrieb ausgestattet bräuchte man alleine in Deutschland 2,5 Millionen Tonnen Lithium. Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 250.000 Tonnen des chemischen Elements abgebaut.

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Die nächste Schwierigkeit steckt in der Verfügbarkeit von Kobalt. Mehr als 100.000 Tonnen wurden 2017 abgebaut. Mehr als die Hälfte davon im Kongo. Kinderarbeit und eine schwierige politische Situation in dem Land machen diese Rohstoffabhängigkeit fragwürdig. Rund 11 Kilogramm Kobalt stecken in einen PKW-Akku.

Elektroantriebe müssten als Übergangstechnologie eingestuft werden, wesentlich besser eignet sich eine andere bereits erprobte Technologie. Wasserstoff. Kleine Akkus, die in der Beschleunigungsphase der Brennstoffzelle helfen, werden beim Fahren und Bremsvorgang wieder aufgeladen, während das Gas einer Brennstoffzelle zugeführt wird. Diese sorgt für den Antrieb. Japan beispielsweise will bis zu den Olympischen Spielen 2020 rund 6000 Fahrzuge mit einem solchen Antrieb im Einsatz haben. Dafür werden mehr als 30 darauf asugelegte Tankstellen alleine in Tokio gebaut werden.

Wasserstoff statt Elektroantrieb kann eine Losung für die Zukunft der umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität sein. In Fachkreisen ist es nicht die Elektromobilität, die dies für den Massenmarkt erledigen kann.

Quelle: https://www.abendblatt.de/meinung/article216489581/Wasserstoff-wird-Antrieb-der-Zukunft.html