Anleger schenken der Bundesrepublik ihr Geld

Der EZB-Rat hat entschieden. Die Zinspolitik wird unverändert fortgeführt – und dies jetzt schon seit mehr als drei Jahren, um genau zu sein, seit März 2016. Was daraus folgt ist und bleibt bemerkenswert. Ein Beispiel: Anleger, die eine deutsche Staatsanleihe kaufen, bekommen nach 10 Jahren Laufzeit weniger Geld zurück, als sie angelegt haben. Die 10-jährigen Staatsanleihen weisen derzeit eine negative Rendite von 0,412 auf. Anleger bekommen also nach 10 Jahren weniger ausgezahlt als den Betrag, den sie eingezahlt haben – inklusive Zinsen.

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Das Handelsblatt schreibt auf seiner Internetseite folgendes: „ EZB-Präsident Mario Draghi wird um 14:30 Uhr vor die Presse treten, um die geldpolitischen Maßnahmen zu erklären. Viele Experten erwarten, dass Draghi dabei auch die Möglichkeit von Zinssenkungen im September ins Auge fassen wird. Draghi hatte schon bei bei der vorherigen EZB-Sitzung im portugiesischen Sintra weitere Schritte signalisiert, sollte die Inflation nicht wie gewünscht stärker anziehen.“

Damit wird signalisiert, dass die Verantwortlichen der EZB wünschen, dass die Inflationsrate steigt. Dies wäre gleichzusetzen mit einem abnehmenden Wert des Geldes. Am Ende würden Verbraucher weniger einkaufen können, als zuvor. Ob diese Geldpolitik auch zur Stabilität, beziehungsweise zum Wachstum der Wirtschaft beitragen kann bleibt abzuwarten.

Damit wird signalisiert, dass die Verantwortlichen der EZB wünschen, dass die Inflationsrate steigt. Dies wäre gleichzusetzen mit einem abnehmenden Wert des Geldes. Am Ende würden Verbraucher weniger einkaufen können, als zuvor. Ob diese Geldpolitik auch zur Stabilität, beziehungsweise zum Wachstum der Wirtschaft beitragen kann bleibt abzuwarten.

Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/zinsentscheid-ezb-sieht-von-zinssenkungen-noch-ab/24699452.html

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