Strafzinsen für Sparkassen-Kunden nicht ausgeschlossen

Nachdem die EZB in dieser Woche ihre Beschlüsse zur zukünftigen Zinspolitik bekannt gegeben hat, sieht es für die Otto-normal-Sparer in Deutschland nicht gut aus. Sollten die niedrig- beziehungsweise negativ-Zinsmodelle auf Geldeinlagen längerfristig Bestand haben, so kann es durchaus sein, dass die Sparkassen diese Strafzinsen an Privatkunden mit ihren meist kleinen und mittleren Einlagesummen weitergeben werden.

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Grund dafür ist eine Art Spirale. Falls einer der Mitbewerber damit anfangen würde die Negativzinsen an die Kunden weiterzugeben, dass müsse die Sparkasse nachziehen, so der Tenor des baden-württembergischen Sparkassenpräsidenten Peter Schneider am Mittwoch in Stuttgart. Wenn man das nicht täte, dann würden Sparkassen mit Einlagen geflutet, welche man wiederum bei der EZB parken würde und so weitere Strafzinsen zahlen müsste – und so weiter und so fort.

Noch wehren sich die Privatkunden-Bereiche der Banken dagegen. Es ist aber schwer zu sagen, wie lange die Einlagen der Menschen noch verzinst oder wenigstens kostenfrei auf den Einlagenkonten verwaltet werden.

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Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/negativzinsen-sparkassen-in-baden-wuerttemberg-schliessen-strafzinsen-fuer-normalsparer-nicht-mehr-aus/24694422.html