EZB-Politik kostet Versicherte mehr als 60 Millionen Euro

Wie fimico bereits berichtete kostet die Zinspolitik der EZB viel Geld. Negativzinsen belasten Anleger, Träger und Banken. Jetzt hat der Tagesspiegel recherchiert, dass ebenfalls Sozialversicherer ihre Rücklagen teuer bezahlen. Vor einigen Jahren haben die großen Träger noch Geld für ihre Rücklagen erhalten, nun müssen auch sie Strafzinsen zahlen. Im letzten Jahr weit mehr als 60 Millionen Euro. Damit trifft Draghis Politik auch Menschen die über gar kein Vermögen verfügen.

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Hier ein Teil des Berichts aus dem Tagesspiegel: „Auch Menschen, die nichts auf der hohen Kante haben, leiden unter der Niedrig- und Strafzinspolitik der EZB. Ihr Problem: Sie sind kranken-, pflege- oder rentenversichert. Haben die Sozialversicherungsträger früher für ihre milliardenschweren Rücklagen Geld bekommen, so müssen sie jetzt zahlen. Die negativen Zinsen, die in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung angefallen sind, haben sich allein im vergangenen Jahr auf mehr als 67 Millionen Euro belaufen, wie eine Tagesspiegel-Umfrage unter den Sozialversicherungsträgern ergeben hat.“

Man kann sagen, dass der Plan der EZB die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln weitreichende negative Folgen hat, die von Draghi und seinem Team so nicht in vollem Umfang vorhergesehen wurden. Anleger und Sparer werden zunehmend verunsichert. Unternehmen und Träger geben Kosten an die Verbraucher weiter und die Inflation wird angefeuert. Die Sozialversicherer kämpfen nun mit einem deutlich gestiegenen Minus. Wir befinden und Finanzpolitisch in sehr unsichereren Zeiten, soviel lasst sich feststellen.

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Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/von-der-renten-bis-zur-krankenversicherung-strafzinsen-kosten-beitragszahler-67-millionen-euro/24846570.html