Rentenanstieg wird von der Regierung ausgebremst

Die Berechnung der Renten würde eigentlich einen gut 5-prozentigen Anstieg der Bezüge für das kommende Jahr 2020 ergeben. Doch nun rudert das Arbeitsministerium zurück. Laut einem Regierungsvermerk soll die Formel angepasst werden, damit starke Schwankungen vermieden würden. Praktisch bedeutet dies aber, dass der Anstieg im kommenden Jahr heruntergerechnet werden könnte und somit kleiner ausfällt als eigentlich vorgesehen.

Somit müssten Millionen Rentner auf einen merklichen Anstieg ihrer Bezüge verzichten. Die Frankfurter Allgemeine fügt noch folgendes hinzu: „In dem Vermerk hat das Arbeitsministerium einen Änderungsantrag gegen das 2020 und 2021 anstehende „Renten-Jojo“ formuliert. Ohne den geplanten gesetzlichen Eingriff könnten die 21 Millionen Rentner in Deutschland im nächsten Jahr mit einer besonders kräftigen Rentenerhöhung rechnen.“

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Der Spiegel berichtet auf seinem online-Auftritt wir folgt: „Ursache dafür ist ein statistischer Sondereffekt: Im laufenden Jahr wurde die sogenannte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) des Statistischen Bundesamtes turnusgemäß aktualisiert. In der VGR werden Daten wie das Bruttoinlandsprodukt und das Nationaleinkommen erfasst. Die Werte zur Lohnentwicklung der vergangenen Jahren sind laut FAZ durch diese Revision nach oben korrigiert worden, was die Rentenanpassung 2020 ungewöhnlich stark nach oben treiben könnte. 2021 käme es dann aber voraussichtlich nur zu einer Minimalsteigerung.“

Ein Ministeriumssprecher sagte, dass durch die Anpassungen in der Berechnung statistische Sondereffekte verhindert werden sollten. So könnte man statistische Sondereffekte verhindern und die Berechnung der Renten wieder an die Lohnentwicklung im Land anpassen. Im laufenden Jahr wurden die Renten bereits erhöht. Zum 1. Juli stiegen diese landesweit um mehr als 3 Prozent. Experten sagten da bereits eine weitere starke Steigerung von 3 bis 5 Prozent vorher. Diese wird es nun vermutlich nicht in dieser Höhe geben.

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