Hamburger Milliardär spricht sich für CO2-Preis von 70 – 120 Euro aus

Michael Otto ist Unternehmer und Aufsichtsratschef der Otto Group mit 13,4 Milliarden Euro Umsatz und 52.500 Mitarbeitern, zu der neben dem Onlineversender Otto auch Unternehmen wie About You, Hermes und Bonprix gehören. Der 76-jährige Hamburger Ehrenbürger engagiert sich unter anderem seit Jahrzehnten für den Klimaschutz. Er vertritt die Auffassung das der CO2-Preis zwischen 70 - 120 Euro liegen solle, je nach konjunktureller Lage.

Schwammige Formulierung, zu geringer CO2-Preis, so berichtet die WELT auf ihrem online-Auftritt: „Der Aufsichtsratschef der Otto Group übt heftige Kritik am Klimapaket der Bundesregierung. Michael Otto spricht sich dafür aus, dass Deutschland bis 2030 aus der Kohlekraft aussteigen solle. Der Fakt, dass in anderen Ländern weiter Kohlekraftwerke gebaut werden tut für ihn dabei nichts zu Sache: „Wenn es Deutschland als innovativer Industriestandort schaffen sollte, den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren und wirtschaftlich weiterhin erfolgreich zu sein, dann hat das Vorbildcharakter für viele andere Länder.“ (WELT)

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„Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sieht vor, in den Bereichen Verkehr und Heizen 2021 mit 10 Euro pro Tonne Kohlendioxid (CO2) einzusteigen – Kritiker halten dies für zu wenig. Bis 2025 soll der Preis auf 35 Euro steigen und von 2026 an in einem Handel mit Verschmutzungsrechten teils dem Markt überlassen werden, aber zunächst bei 60 Euro gedeckelt sein.“ (WELT)

Der Aufsichtsratschef der Otto Group, Michael Otto, verlangt einen deutlich höheren CO2-Preis und spricht sich für auch ein Bürgergeld aus. Michael Otto ist schon 1991 als “Ökonmanager des Jahres” ausgezeichnet worden, 1997 wurde ihm der Deutsche Umweltpreis verliehen.

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Der Tagesspiegel hat bereits 2015 folgendes über den Unternehmer berichtet und Michael Otto hat damals im Interview über die von ihm im Jahr 2007 mitgegründete Stiftung 2 Grad folgendes erzählt: „Wir haben uns das tatsächlich genauso gedacht. Wir wollen mit der Stiftung Zwei Grad eine Dekarbonisierungsinitiative starten, und damit müssen wir sofort anfangen, wenn wir bis 2050 den Kohlendioxid-Ausstoß um 95 Prozent reduziert haben wollen. Sonst werden wir das Ziel nicht erreichen. Außerdem wollen wir zeigen, dass aus der Wirtschaft nicht immer nur Kritik an der Klimapolitik der Regierung kommt. Wir wollen die Regierung ermutigen, ehrgeizige Ziele zu setzen.“