Windkraft: 346 Millionen Euro für Strom der nie geliefert wurde

Im ersten Quartal 2019 hat die Bundesnetzagentur 346 Millionen Euro an die Produzenten für Windenergie gezahlt, für Strom der nie geliefert wurde – der so genannte Geisterstrom. Grund dafür ist, dass die Windpark Betreiber die Anlagen bei Leistungsspitzen Tagen runter regeln müssen. So soll ein Stromausfall, ein so genannter Blackout, verhindert werden.

GMX hat auf seinem Internet-Auftritt folgendes zu diesem Thema veröffentlicht: „Zunächst die positiven Nachrichten: Vor allem im Norden Deutschlands drehen sich die Windräder kräftig. Sie speisten im ersten Halbjahr 2019 nach Daten des Fraunhofer Institutes für Solare Energiesysteme (ISE) rund 67 Terrawattstunden (tWh) in das öffentliche Netz ein und waren damit die stärkste Energiequelle – vor Braunkohle (53 tWh), Kernenergie (34,7 tWh) und Steinkohle (26,4 tWh). Insgesamt machten erneuerbare Energiequellen, wozu auch Solaranlagen, Biomasse undWasserkraft zählen, einen Nettostromanteil von 47 Prozent aus – nämlich rund 125 tWh bei einer Gesamtlast von etwa 245 tWh.“

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Es seien 3,23 tWh Windenergie gar nicht erst im Netz angekommen, so der Bericht. Damit hätte man 100.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang heizen können. “Man muss die Zahl im Verhältnis zum Gesamtstromverbrauch sehen, der im gesamten Jahr bei knapp 600 tWh liegt. Es handelt sich somit um eine niedrige einstellige Größe”, relativiert Energieexperte Wolfram Axthelm. (so ein Auszug aus dem Bericht). In Deutschland werden für Endverbraucher europaweit die zweithöchsten Preise pro Killowattstunde verlangt. Der Geisterstrom trägt zusätzlich zu einer Verteuerung bei. Laut Eurostat zahlten Stromkunden in Deutschland mit 29.77 Cent pro Kilowattstunde im letzten Jahr ungefähr doppelt so viel wie ihre Nachbarn in Tschechien [15.8 Cent] und Polen [13.9 Cent].

Bild von Markus Distelrath auf Pixabay

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Quelle: ee news