Bürger sollen künftig sehen können wer welche Daten über sie gespeichert hat

Am morgigen Mittwoch wird dem Bundeskabinett das „Datenschutz-Cockpit“ zur Abstimmung vorgelegt. Ziel ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger online nachvollziehen können, welche staatlichen Stellen über ihre Daten verfügen. Dorothee Bär von der CSU und Digital-Staatsministerin erhofft sich bei der morgigen Abstimmung freie Fahrt für ihr Vorhaben, welches mehr Transparenz schaffen soll. Die Bürger sollen auf einem Online-Portal sehen können, welche Behörden ihre persönlichen Daten verarbeiten.

Unklar ist aber, wann das Portal genau fertig sein soll. Fragen die das Portal dem Bürger dann in Zukunft beantworten soll könnten wie folgt aussehen: Welche Stelle hat meine personenbezogenen Daten abgerufen – und zu welchen Zweck? Welche Behörde hat Daten über mich gespeichert? Welche Daten existieren überhaupt über mich?

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Es soll auch möglich sein, dass Bürgerinnen und Bürger einwilligen können, dass personenbezogene Daten beispielsweise von einer Stelle an die andere übermittelt werden dürfen. So könne man sich sparen, bei jedem Behördengang wieder alles von Neuem angeben zu müssen. Auf Spiegel-Online wird noch folgende Aussage der Ministerin hinzugefügt: “Die überwiegende Mehrheit möchte Verwaltungsdienstleistungen digital in Anspruch nehmen, ohne die notwendigen Daten immer wieder neu zur Verfügung stellen zu müssen”, sagte Bär.

Quelle: Spiegel

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Bild von Karolina Grabowska auf Pixabay