Forsa-Chef sieht die SPD vor dem Aus

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa Manfred Güllner sieht die SPD in der Auflösung begriffen. Der Osnabrücker Zeitung sagte er: „Ein neuer Vorsitzender würde das nicht ändern.“ Die SPD habe den Anschluss zur Mitte verloren und schwenke immer weiter nach links, das verhindert das die Partei über eine eigene, erkennbare Agenda nachdenke. So habe die SPD die Mitte verloren und mit ihr gut 13 Millionen Wähler und Wählerinnen seit 1998 eingebüßt.

Die jetzige Mitgliederbefragung mit dem Ziel neue Vorsitzende zu finden führt eher zum Stillstand als zum Aufbruch. Es entsteht der Eindruck, dass die Partei sich vornehmlich mit sich selbst beschäftige. Es sei den Bürgern egal, ob ein Vorsitzender auf einem Parteitag oder per Mitgliederentscheid gewählt würde, Hauptsache es ist jemand für den Wähler wählbares.

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Der Forsa Chef sieht Klara Geywitz und Olaf Scholz vorne, letzterer dürfte von seiner Bekanntheit als Vizekanzler und Finanzminister profitieren. Insgesamt werden schon seit dem 04. September 7 Kandidaten Tandems für den Parteivorsitz vorgestellt. Sie nutzen die Gelegenheit die Mitglieder auf 23 Regionalkonferenzen von ihrer jeweiligen Kandidatur zu überzeugen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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Bild von fsHH auf Pixabay