Außenminister Maas sagt, Deutschland werde keine Waffen mehr an Türkei liefern

Einem Bericht der ZEIT zufolge werden Rüstungsexporte in die Türkei gestoppt. SPD Außenminister Heiko Maas soll gegenüber der Bild am Sonntag erklärt haben, dass es durch die Bundesregierung keine Genehmigungen mehr für alle Rüstungsgüter, welche durch die Türkei gegen Syrien eingesetzt werden könnten geben wird.

Die Türkei hat in den ersten vier Monaten des Jahres Waffentechnik im Wert von fast 200 Millionen Euro aus Deutschland geliefert bekommen. In diesem Zeitraum war Ankara der größte Abnehmer von deutschen Waffenexporten. Es gab schon länger Bedenken bezüglich Lieferungen von Kriegswaffen in das Land, dennoch lieferten deutsche Hersteller Material im Wert von 184,1 Millionen Euro bis Ende April 2019. Der Nato-Partner Türkei ist damit wie schon im Vorjahr mit Abstand das wichtigste Abnehmerland der hiesigen Rüstungsindustrie. Die Lieferung ist Teil eines 2,49 Milliarden-Deals der per Bürgschaft abgesichert ist und seit 2009 läuft. Fimico berichtete.

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2018 machten die Lieferungen von Waffen und Waffensystemen an die Türkei fast ein Drittel aller deutschen Rüstungsexporte aus. In den ersten vier Monaten 2019 sind es rund 60 Prozent des gesamten Volumens deutscher Hersteller.

Quelle: Zeit

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