IWF rechnet vor: So viel kosten die Klimaziele deutsche Endverbraucher

Energieträger werden teurer, damit das 2-Grad-Klimaziel erreicht werden kann. Wie viel teurer Benzin, Gas und Strom in Deutschland werden könnten, das hat der Internationale Währungsfonds (IWF) jetzt errechnet. Die Verbraucher sollen durch höhere Preise zum Energiesparen annimert werden. Was die Menschen dabei am meisten umtreibt ist die Frage, wie viel kostet sie die Klimapolitik denn am Ende?

Der IWF hat nun eine Prognose für die 19 führenden Industrienationen bis zum Jahr 2030 erstellt. Demnach müssten sich diejenigen Endverbraucher in Deutschland, die mit Erdgas heizen, auf die größten Preissteigerungen einstellen. Es wird ein Anstieg von 52 Prozent gegenüber dem heutigen Preis erwartet. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass neben den fossilen Energieträgern unter anderem auch Strom teuer werden könnte. Hier gehen sie von einem Plus von 18 Prozent aus. Benzin könnte um 8 Prozent teurer werden. Bei einem aktuellen Preis von 1,40 Euro je Liter würde das ein Plus von 11 Cent bedeuten.

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Der Kohlepreis solle, der Untersuchung nach, sogar um mehr als 130 Prozent teurer werden. Dieser Rechnung liegt ein erwarteter CO2-Preis je Tonne von zirka 60 Euro im Jahr 2030 zu Grunde. Die Bundesregierung geht von weniger hohen Belastungen aus. Der Grund hierfür könne in dem zu niedrig angesetzten Preis von 10 Euro je Tonne CO2 liegen. Dieser Preis solle schrittweise bsi 2025 auf 35 Euro je Tonne angehoben werden. Die Planungen lassen es nicht zu eine sichere Schätzung für den CO2 Preis ab 2025 abzugeben. Die Bestrebungen sehen vor, dass die Preisgestaltung in Form von Verbriefungsrechten dem Markt überlassen werden könne. Dennoch soll der zukünftige Preis zunächst bei 60 Euro je Tonne gedeckelt werden.

Quelle: WELT

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