Wieder mal Ärger um Uber: Grüner Verkehrsminister kritisiert den Fahrdienst

Die Taxibranche und Uber befinden sich seit Jahren teils auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen. Winfried Hermann, der baden-württembergische Verkehrsminister, findet, dass der Fahrdienst für Städte kein Zugewinn in Sachen Mobilität ist, sondern eher ein Problem.

Uber kann nicht die Antwort sein für die Mobilität in den Städten, so würde der Kollektivverkehr unterlaufen. Die Anbieter würden in den Städten herumfahren und auf Kundschaft warten, so würde es nur zu noch mehr Autos in den Städten kommen. Diese Bewertung hat der Minister sinngemäß abgegeben und führte noch weiter aus, man solle die Fahrdienste nicht völlig verbieten, eine völlig liberale Halten jedoch würde zur Kannibalisierung des ÖPNV und dem Taxiverkehr führen.

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Fahrdienste und Taxiverkehr werden in der Regel dort für sinnvoll eingestuft, wo es keinen öffentlichen Personennahverkehr gibt. Man könne darüber nachdenken, ob man den Taxiverkehr nach wettbewerblicher Ausschreibung, dort finanziell fördert, wo weder Uber noch Taxis fahren, weil es nicht normalerweise nicht rechne.

Die Streitigkeiten zwischen Vertretern der Taxibranche und dem Fahrdienst Uber vor deutschen Gerichten ziehen sich schon seit Jahren. Die Taxifahrer weisen ihre Konkurrenten von Uber immer wieder darauf hin, dass sie gesetzliche Vorgaben zur Personenbeförderung einhalten sollten. Beispielsweise die Pflicht, Fahrgäste auch über kurze Strecken zu befördern. Die Vertreter der Taxibranche kritisieren die freie Bahn, die Uberfahrer durch eine umfassende Liberalisierung erhalten würden.

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Quelle: Stuttgarter Zeitung

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