Kükenschreddern: In Deutschland erlaubt, in der Schweiz ab 2020 verboten

Millionen Küken werden jedes Jahr „geschreddert“, weil das Geschlecht nicht stimmt. Tierschützer gehen schon seit Jahren auf die Barrikaden, doch die Politik lässt sich vielerorts Zeit. In einigen Bundesländern wird diese Praxis bereits seit einiger Zeit nicht mehr angewendet, doch ein bundesweites Verbot gibt es nicht. Unsere Nachbarn aus der Schweiz haben so ein Verbot ab 2020 beschlossen.

Im Juni diesen Jahres berichtete die Tagesschau: „Jedes Jahr werden allein in Deutschland rund 45 Millionen männliche Küken kurz nach der Geburt getötet. Das darf auch vorerst so bleiben, urteilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.“ Ein bundesweites Verbot gibt es nach wie vor nicht.

Anzeige

Im September bereits wurde dem Verbot zum Kükenschreddern in der Schweiz der Weg bereitet. Das Nachbarland möchte sich zunehmend auf alternative Möglichkeiten fokussieren, beispielsweise die frühzeitliche Geschlechtserkennung. Die Neue Züricher Zeitung berichtet wie folgt: „Zwar werde das Verfahren schon heute nur noch bei einem kleinen Teil der Küken angewendet, sagte Ruedi Noser (Zürich, fdp.) im Namen der vorberatenden Kommission, welche unisono die Annahme der Motion empfohlen hatte. Trotzdem sei ein explizites Verbot sinnvoll, um den Fokus auf andere Methoden und auf die frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei zu legen.“

Bild von SanduStefan auf Pixabay

Anzeige