Krankenkassen: 2020 steigen die Zusatzbeiträge

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz wird im kommenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent angehoben, das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mit. Als Hintergrund werden stärker steigende Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen genannt.

Das Ministerium wies aber ebenfalls darauf hin, dass Beitragssenkungen bei Kassen mit besonders hohen Finanzreserven möglich seien. Die Durchschnittshöhe des Zusatzbeitrags wird jährlich neu festgelegt und misst sich am jeweiligen Finanzbedarf der Kassen insgesamt. Als Gründe für die steigenden Ausgaben werden unter anderem eine gestiegene Lebenserwartung, der medizinische Fortschritt und Verbesserungen in der Versorgung genannt.

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Es sei möglich gewesen die Finanzreserven in den letzten Jahren auf über 20 Milliarden Euro anzuheben. Gut die Hälfte der Krankenkassen verfügen über Rücklagen und Betriebsmittel, die höher seien als die Ausgaben eines Monats. Für alle Kassen deren Rücklagen weit über den Ausgaben für einen Monat liegen, diese Kassen müssen den Überschuss binnen 3 Jahren abbauen – dies geschehe vor allem durch Beitragssenkungen.

Der Zusatzbeitrag errechnet sich auf Basis einer offiziellen Schätzung. Demnach stehen den Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds von zirka 240 Milliarden Euro Ausgaben der Kassen von fast 257 Milliarden Euro gegenüber.

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Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay