Medienberichte: Deutscher EU-Beitrag könnte sich auf 33 Milliarden verdoppeln

Der Brexit könnte teuer werden für Deutschland. In Großbritannien wird noch an der Umsetzung des Austritts aus der EU gearbeitet und unterdessen beschäftigt sich die EU mit der Finanzplanung für die Zeit nach dem Brexit.

Financial Times und der Focus berichten über die Mehrkosten, die auf Deutschland zukommen könnten. Die Netto-Beiträge Deutschlands könnten sich demnach mehr als verdoppeln. 15 Milliarden Euro werden es voraussichtlich im nächsten Jahr sein, die Deutschland an die EU zahlt. Im Jahr 2027 könnten es schon 33 Milliarden pro Jahr sein.

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Das Bundesfinanzministerium wollte die Zahlen so laut der Bild-Zeitung nicht bestätigen. Im Ministerium sei man von rund 10 Milliarden Euro Mehrkosten ausgegangen, also deutlich weniger, als das was jetzt im Raum steht. Dieser Tage wird von den Mitgliedsstaaten die Zusammensetzung des Finanzrahmens der EU verhandelt. Fällt Großbritannien als Beitragszahler weg und durch steigende Kosten in anderen Bereichen müssten die restlichen Mitglieder in Zukunft höhere Beiträge zahlen.

Folgt man den Zahlen des Europäischen Parlaments, hat Deutschland im Jahr 2017 19,5 Milliarden Euro in den EU-Haushalt eingezahlt und rund 11 Milliarden Euro in Form von Zuschüssen und Förderungen wieder von der EU zurück erhalten. Damit ist Deutschland ein so genannter Netto-Zahler. Das bedeutet Deutschland zahlt mehr in den EU-Haushalt ein, als es wieder zurück bekommt.

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Quelle: financial times Quelle: focus

Bild von DANIEL DIAZ auf Pixabay