Trotz 19 Milliarden Schulden: 33 Prozent mehr Geld für Bahn-Vorstand

Der sechsköpfige Vorstand der Deutschen Bahn soll mehr Geld erhalten. Laut der „Bild am Sonntag (BamS)“ sollen die Einkünfte um 1,5 Millionen Euro angehoben werden. Das würde einer Gehaltssteigerung von gut 33 Prozent entsprechen.

Am Donnerstag in der kommenden Woche soll der Aufsichtsrat auf einer Sitzung die Anhebung beschließen. In einem Gutachten wurde dieser Gehaltssprung zur zweiten Amtszeit als zu hoch kritisiert. Der BamS sollen Informationen vorliegen, aus denen hervor geht, dass ein internes Gutachten der Unternehmensberatung Kienbaum die Vorstandsgehälter des bundeseigenen Unternehmens untersucht hat und zu diesem Schluss gekommen ist.

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Darüber hinaus kommen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass die Vorstandsgehälter bei der Bahn vergleichsweise niedrig sind zu Beginn eines Vertrags, dann aber zum Folgevertrag hin überdurchschnittlich stark ansteigen. Die Bahn plant nun augenscheinlich das Einstiegsgehalt für Vorstände anzuheben.

Über ein Fixgehalt von 900.000 Euro, im Jahr 2017, konnte sich beispielsweise Richard Lutz freuen, inklusive Bonus waren es sogar 1,8 Millionen. Der Personalvorstand, Berthold Huber, ist in seiner vierten Amtszeit auf ein Gesamteinkommen von 1,2 Millionen Euro gekommen. Die Vorständin Sabina Jeschke, zuständig für den Bereich Digitalisierung, ist seit November im Amt und verdient 810.000 Euro. Sie würde von der Neuregelung wahrscheinlich am meisten profitieren.

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Die Deutsche Bahn ist ein Aktienunternehmen, welches zu 100 Prozent dem Bund gehört. Die Finanzschulden(netto) des bundeseigenen Konzerns erhöhten sich zu Ende Dezember 2018 im Vergleich zum Jahresende 2017 um mehr als 900 Millionen Euro auf ungefähr 19,5 Milliarden Euro.

Quelle: Zeit online Quelle: focus

Bild von holzijue auf Pixabay