ESA: Kleinstes Ozonloch seit 30 Jahren

Jedes Jahr öffnet sich die Ozonschicht über der Antarktis. Die Schicht erholt sich zwar, ganz geschlossen bleibt sie aber noch nicht. Gute Nachricht: In diesem Jahr ist das Loch so klein wie seit langer Zeit nicht mehr.

Das Ozonloch ist nicht nur kleiner als in den letzten Dekaden, es wird sich voraussichtlich auch früher schließen als es in der jüngeren Vergangenheit der Fall war. Die ESA hat mit ihrem Copernicus-Satelliten Sentinel-5P Messungen gemacht und diese öffentlich vorgestellt. Den Angaben zufolge hatte das Ozonloch in diesem Jahr eine Ausdehnung von zirka 10 Mio. Quadratkilometern erreicht, dies sei weniger als die Hälfte der Ausdehnung, wie man sie in den letzten Jahren beobachten konnte.

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Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine ungewöhnliche Erwärmung der Stratosphäre der Grund für den massiven Rückgang sei – es seien keine Hinweise auf eine derart starke Erholung der Ozonschicht an sich zu verzeichnen.

„In den 1980er-Jahren war der Abbau der Ozonschicht durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) als eine des drängendsten globalen Umweltprobleme in den Fokus gelangt, nachdem die chemischen Hintergründe 1974 erstmals beschrieben worden waren.“ – so zu lesen auf heise.de. Die Ozonschicht schützt Lebewesen auf der Erde vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne.

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Man geht davon aus, dass sich die Ozonschicht über den Polen bis 2060 wieder erholt haben könnte, bis 2050 ist mit einer Erholung in der südlichen Hemisphäre zu rechnen. Und bereits 2030 könnte es soweit sein, dass sich die Ozonschicht über den nördlichen und mittleren Breiten erholt haben könnte.

Heise berichtet auf dem eigenen Online-Auftritt über die #heiseshow folgendes: “Die Ozonschicht ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein wissenschaftlicher Beweis zu einem signifikanten Politikwechsel und dadurch zu einem Verhaltenswandel geführt hat”, erklärt Josef Aschbacher, der bei der ESA die Erdbeobachtungsaktivitäten verantwortet und in der Sendung zu Gast war.

Quelle: heise

Photo by Richard Gatley on Unsplash