Tierschützerin greift Blinden an – Hund soll lieber spielen als arbeiten

Es gibt Tierschützer, die den Einsatz und die Ausbildung von Blindenhunden als Missbrauch am Tier ansehen. Für viele blinde Menschen ist ihr Blindenhund ein stetiger Begleiter. Die Hunde sorgen in der Regel dafür, dass sich die Menschen sicher bewegen können. Darüber hinaus sind die Hunde oft hilfreich gegen Einsamkeit.

Jon Attenborough aus Schottland wurde von einer Tierschützerin harsch angegangen als sie ihm und seinem 3 Jahre alten Labrador Sam begegnet ist. “Mein Freund und ich saßen dort und dachten an nichts Böses, als sie recht aggressiv behauptete, wir wären grausam, weil wir Blindenhunde besitzen”, berichtet Jon. Und weiter beschreibt er: “Sie sagte, die Hunde sollten nicht auf dem Boden einer Bar liegen, sie sollten draußen auf den Feldern spielen. Da war es ein Uhr nachts.” – so ist es bei stern.de zu lesen.

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Blindenhunde werden meist besser versorgt als ihre Artgenossen, findet Attenborough. Ihre Ernährung sei extra auf sie abgestimmt, sie würden beste medizinische Versorgung erhalten und darüber hinaus regelmäßig medizinisch durchgecheckt. Jon würde 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche auf seinen Hund aufpassen und umgekehrt – darum verstehe er die Meinung der Aktivisten, die sich gegen extra gezüchtet und ausgebildete Blindenhunde aussprechen, nicht.

Es gibt Tierschützer, die der Meinung sind, dass Blindenhunde nicht eigens für diesen Zweck gezüchtet und ausgebildet sein sollten, sondern Hunde aus Tierheimen sollten für diese „Arbeit“ genutzt werden. Auf dem Online-Auftritt des Stern wird abschließend der Experte Tony Harvey von Guide Dogs Scotland zitiert, der dem schottischen Nachrichtendienst STV News erklärt: “Wir nennen es Arbeit, aus menschlicher Sicht, doch tatsächlich ist es für sie, wie ein Kunststück zu lernen.”

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Quelle: Stern

Bild von Lenka Novotná auf Pixabay [Symbolbild]