Fast 10 Prozent der über 40-jährigen sind einsam

Gut jeder zehnte ab 40 in Deutschland ist einsam. Soziale Isolation und Einsamkeit sind zunehmende Phänomene die ebenfalls teils große Schnittmengen aufweisen. Die Linke fordert politisches Eingreifen, Ehrenamtler alleine könnten das Problem nicht lösen.

Es sind fast 10 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im mittleren und höheren Alter, die sich einsam fühlen. Genauer sind es 9,1 Prozent der in Privathaushalten lebenden Menschen im Alter zwischen 40 und 89 Jahren, welche von Einsamkeit betroffen sind. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. 7,9 Prozent sind offenkundig sozial isoliert. Ältere Menschen zwischen 85 und 89 Jahren sind sogar in 14,7 Prozent der Fälle betroffen.

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Die Regierung stützt sich auf Daten des Deutschen Alterssurveys, einer vom Bundesfamilienministerium geförderten Studie. Als sozial isoliert gelten Menschen, die wenig mit anderen Personen Kontakt haben und viel Zeit allein verbringen. Als einsam gilt man, wenn die Beziehungen, die man pflegt, nicht den eigenen Bedürfnissen nach Zugehörigkeit und Geborgenheit entsprechen. Dabei handelt es sich also um ein eher subjektives Empfinden.

Das Risiko sozialer Isolation unterscheidet sich allerdings in seiner Entwicklung im Lebensverlauf deutlich von dem Einsamkeits-Risiko. Während die soziale Isolation mit steigendem Alter weitgehend gleichmäßig zunimmt, ist es mit dem Einsamkeitsrisiko komplizierter: Es ist im mittleren Alter relativ stark ausgeprägt, vor allem bei Männern. Mit zunehmendem Alter sinkt es aber, bis dann mit etwa 70 Jahren die Trendwende einsetzt und die Menschen wieder stärker vereinsamen. Nur sind diesmal die Frauen stärker gefährdet. – so berichtet es unter anderem n-tv

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Quelle: n-tv

Bild von Free-Photos auf Pixabay [Symbolbild]