Politiker kommen ins schwitzen: schon 65.000 bei „Fridays gegen Altersarmut“

Rentner machen auf Facebook mobil. Nicht nur das es bereits mehr als 65.000 Mitglieder in der Facebook-Gruppe "Fridays gegen Altersarmut" sind. Scheinbar funktioniert die Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen, wie beispielsweise Mahnwachen sehr gut. Die Bewegung nimmt zunehmend Fahrt auf, wie es aussieht.

Es werden mehr und mehr so genannte „Mahnwachen“ innerhalb der Facebook-Gruppe organisiert und die Resonanz scheint groß. Man wird sehen müssen, wie viele Menschen in den kommenden Wochen und Monaten zu dem Thema tatsächlich auf die Straße gehen werden, der Plan der Gründer jedoch geht offenbar auf. Es gab oder gibt Veranstaltungen in Worms, Stuttgart, Bremen, Marburg und die Liste ist noch länger.

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-Wir sind Menschen!-

„Ziel unserer Gruppe ist es, so viele Menschen wie möglich auf das Thema Altersarmut in diesem Land aufmerksam zu machen.“ – so steht es als Einleitung in der Facebook-Gruppe. Da sind die Mitglieder der Gruppe auf einem guten Weg. Was sagt die Politik dazu, dass sich Rentnerinnen und Rentner organisieren, obwohl PolitikerInnen sagen, dass sozialpolitische Meilensteine gelegt worden seien?

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Was will die Große Koalition generell gegen zunehmende Altersarmut tun? Die Grundrente ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. (aus der Rhein-Neckar-Zeitung)

„Die Grundrente ist nicht weniger als ein sozialpolitischer Meilenstein. Und sie hilft auch gegen Altersarmut. Darüber hinaus haben wir eine Rentenkommission eingesetzt in der Regierung, die Anfang 2020 Vorschläge vorlegen wird, wie wir das Rentensystem dauerhaft stabilisieren können. Das wichtigste Rezept aber gegen Altersarmut ist, dass die Menschen gute Jobs haben und gut verdienen.“ sagte der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in der Rhein-Neckar-Zeitung

Aus der Antwort kann man herauslesen, dass es die Verhältnisse während des Erwerbslebens als wichtige Grundlage für ein solides Auskommen im Alter gesehen werden. Dem würden die von Altersarmut betroffenen Menschen wahrscheinlich zustimmen. An welchen Schrauben sollte also gedreht werden? Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Es ist also wichtig auf die Bewegung und ihre Argumente einzugehen und den Diskurs ergebnisoffen zu gestalten. Fimico berichtete bereits Anfang des Monats, hier gehts zum Artikel.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung Quelle: Facebook-Gruppe Fridays gegen Altersarmut

Bild: Screenshot auf Facebook in der Gruppe “Fridays gegen Altersarmut”