Trump fallen Steuersenkungen von 1,5 Billionen Dollar auf die Füße

Es sollte der Deal schlechthin werden. Die „größte Reform aller Zeiten“ hat US-Präsident Trump seine Steuerreform genannt. Die Idee war simpel. Steuersenkungen für Firmen, die dadurch neu investieren würden. So könnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die Wirtschaft wachsen. Dieses Wachstum könnte die ausgebliebenen Steuereinnahmen dann wieder ausgleichen. So einfach, so gut.

Nun kommt aber alles ganz anders. Die größten Konzerne der USA sind mit ihrem Steueraufkommen gegen Null geschrumpft, das war die eine Seite von Trumps Versprechen. Nur die Investitionen und dadurch mögliche neue Arbeitsplätze bleiben aus. Also scheint es so, als ob Trump hier gleich doppelt verlieren würde. 1,5 Billionen Dollar weniger Steuereinnahmen. 1.500.000.000.000 Billionen Dollar, nur um das an dieser Stelle einmal zu veranschaulichen.

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“Wenn man die USA zu einem besseren Investitionsstandort macht, dann werden wir fraglos eine Renaissance der Kapitalinvestitionen sehen”, hatte Fedex-Chef Smith im August 2017 in einer Radiosendung erklärt. – so berichtet der Spiegel. Andere Konzernchefs hatten es ihm gleich getan und es wurden Steuersenkungen als Bedingung für Investitionen verlangt.

Netflix, noch ein Beispiel, hat jüngst bei einem Rekordgewinn von 845 Millionen Dollar in den USA scheinbar keinen Cent an Steuern entrichten müssen. Und die Liste ist noch lang. Bei der genannten Fedex schrumpfte die Steuerlast von 1,5 Milliarden Dollar auf null. Manche Riesen bekamen sogar Geld vom der Finanzbehörde zurück, wie zum Beispiel General Motors, Ford, Boeing, Walt Disney, oder der Pharmariese Merck.

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Positiv gestimmte Analysten hatten vor der Reform gesagt, dass man in den USA durch die Steuerreform künftig mit einem Wachstum zwischen drei und sechs Prozent rechnen könne, dann wären die verlorenen Steuereinnahmen bald wieder ausgeglichen. Es sieht aber so aus, als käme das Wachstum auf längere Zeit nicht über ein bis zwei Prozent hinaus. Damit ging der Plan – zumindest bis jetzt – doppelt schief.

Quelle: Spiegel

Bild von Tibor Janosi Mozes auf Pixabay