Der Strom für E-Autos könnte in den kommenden Jahren rationiert werden

Ab 2021 wollen Stromnetzbetreiber aus mehreren EU-Ländern den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken, so soll eine Überlastung der Verteilernetze in Spitzenzeiten vermieden werden. Das stellt Deutschland vor enorme Herausforderungen in Bezug auf die Mobilitätswende.

Um Überlastungen zu verhindern könnte einfach weniger Strom in bestimmte Netze geliefert werden. Statt 11 bis 22 kW könnten die Betreiber dann auf 5 kW herunterfahren. Dadurch würden sich die Ladezeiten an der hauseigenen Ladestation dann deutlich verlängern. Öffentliche Ladestationen sollen davon unberührt bleiben.

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Österreich, die Schweiz, Tschechien und Deutschland arbeiten an einer gemeinsamen Lösung um die Ladesituation zu Spitzenzeiten zu organisieren. So könnte diese Übergangslösung, auf die sich Tschechien, die Schweiz und Österreich bereits geeinigt haben, auch ein Mittel für Deutschland sein, um den Umbau zu organisieren. Ein stabiler Standard soll dann 2025 folgen. Der Eingriff sei nötig, damit Stromausfälle verhindert werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) sehe aktuell keine Gefährdung der Netzsituation durch das Laden von Elektrofahrzeugen im Land. Es gäbe zwar immer mehr Verbraucher die Strom zur gleichen Zeit beziehen wollen, wie etwa Wärmepumpen und Speicher oder E-Autos – man könne aber E-Autos auch intelligent nutzen und als mobile netzentlastende Akkus betrachten. Dieser Einsatz müsse sich aber lohnen. Das bedeutet soviel, als das Anreize geschaffen werden müssten, wenn ein E-Auto Besitzer seine Ladezeiten den Netzauslastungen anpassen würde. Eine Möglichkeit könnten Preisstaffelungen je nach Tageszeit sein.

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Quelle: focus

Bild von Hans Rohmann auf Pixabay