OECD-Studie: Verriss für das deutsche Rentensystem

Laut der Industrieländerorganisation OECD sei die Rentenpolitik der Bundesregierung völlig unzureichend. Das ist ein harter Verriss der Rentenpolitik in Deutschland. Es ist so, dass selbst Menschen, die ihr ganzes Leben in Vollzeit arbeiten deutlich weniger beziehen, als dies im OECD-Durchschnitt der Fall ist.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). In der jüngsten Auflage der Studie „Renten auf einen Blick“ wird besonders darauf hingewiesen, dass Menschen in so genannten atypischen Erwerbsleben Probleme bei der Absicherung im Alter haben können. Es sind also Selbständige, Angestellte in Teilzeit oder Angestellte mit befristeten Verträgen, die gefährdet seien eine Versorgungslücke zu erfahren.

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Wegen der schnellen Alterung der Bevölkerung sieht die OECD außerdem die finanzielle Tragfähigkeit des deutschen Rentensystems unter Druck. „Nach derzeitiger Gesetzeslage würden die öffentlichen Rentenausgaben gemäß EU-Prognosen von heute etwa 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 12,5 Prozent im Jahr 2060 steigen, obwohl das Rentenniveau aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors um 10 Prozent sinkt.“ – heißt es bei der FAZ.

„Nach geltendem Recht könne ein Vollzeitarbeitnehmer, der 2018 in den Arbeitsmarkt eintrat, (ohne Zusatzversorgung) mit einer Nettoersatzquote von 52 Prozent rechnen, verglichen mit 59 Prozent im OECD-Durchschnitt. Niedrigverdiener in Deutschland fielen sogar weiter zurück, mit einer Nettoersatzquote bei halbem Durchschnittseinkommen von 56 Prozent im Vergleich zum OECD-Durchschnitt von 68 Prozent.“, heißt es weiter.

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Quelle: FAZ

Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay [Symbolbild]