Volksbank Frankfurt denkt über Strafzinsen ab dem ersten Cent nach

Das Negativzinsen auch für Bankkunden kommen können, das ist kein Tabu mehr. Volksbanken und Sparkassen haben in den letzten Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass die Strafzinsen für Geld, welches bei der Zentralbank geparkt ist, auch an Endkunden weitergegeben werden könnten. Nun überlegt die zweitgrößte Volksbank Deutschlands, ob sie diesen Weg mitgehen will.

Die Volksbank in Frankfurt am Main ist die zweitgrößte in Deutschland und die Entscheider der Bank wollen ihre Kunden nun möglicherweise auch die Kosten für Strafzinsen weitergeben – besonders heikel, die Strafzinsen sollen ab dem ersten Euro anfallen. Das wäre ein Verwahrentgelt, welches ab dem ersten Cent anfallen könnte.

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In einer ersten schriftlichen Stellungnahme beteuert die Bank hingegen, dass sie „keine Verwahrentgelte auf Spareinlagen“ erheben wolle. Hinter dem Begriff „Verwahrentgelt“ steckt offensichtlich die Absicht die Strafzinsen zu beschönigen, eine Marketing-Strategie könnte man sagen.

Aufgrund der Politik der Europäischen Zentralbank sei auch die Volksbank in Frankfurt zu Überlegungen gezwungen, heißt es. Das Bankhaus hat Einlagen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro und fast 255.000 Mitglieder. Eine Entscheidung sei aber bislang noch nicht gefallen.

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Quelle: focus

Bild von Jakub Orisek auf Pixabay