IT-Mitarbeiter der Berliner Polizei vernichtet wichtige Ermittlungsdaten

Immer ein Backup beziehungsweise eine Sicherungskopie machen, das ist eine der Grundregeln,wenn man an seinem Computer schwerwiegende Veränderungen vornimmt. Und das Update ist eine solche schwerwiegende Veränderung. Nun hat ein IT-Mitarbeiter bei der Berliner Polizei diese Regel nicht beachtet und wichtige Ermittlungsdaten wohl unwiederbringlich gelöscht.

„Dem Bericht zufolge handelt es sich um “sogenannte vorgangsrelevante Daten, Notizen und Auswertungen von Beamten zu Ermittlungen gegen Intensivtäter, zu Betrugsfällen und zu Raub”. Weil die Mitarbeiter zuvor nicht über die Umstellung informiert wurden und auch keine Sicherheitskopien der Festplatten angelegt wurden, sind die Daten “unwiederbringlich verloren”.“ – wie der Stern berichtet.

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Es habe sich dabei um ein Update von Windows 7 auf Windows 10 von Microsoft gehandelt. Schadensbegrenzung will die Berliner Polizei nun betreiben, indem sie mitteilte, dass die Umstellung bereits Ende Oktober intern kommuniziert wurde. Dabei habe man auch darüber informiert, dass die lokalen Festplatten gelöscht werden. Leider habe man versäumt den konkreten Termin mitzuteilen. Es habe sich um insgesamt 16 Rechner gehandelt und man sehe die Schuld eher bei den Beamten, die versäumt hatten rechtzeitig Backups anzulegen, als bei dem IT Mitarbeiter.

Der Stern berichtet weiter: „Immer wieder gibt es Berichte über Datenverluste nach dem Umstieg auf Windows 10. Im Frühjahr 2017 reichten sogar mehrere Kläger eine Sammelklage gegen Microsoft ein und forderten Schadensersatz. Anfang dieses Jahres wurde einem finnischen Nutzer ein Schadensersatz in Höhe von 3000 Euro zugesprochen, weil er massive Probleme nach einem Windows-10-Upgrade bekam.“

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Quelle: Stern

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay