Neues EU-Gesetz: Noch mehr Überwachung im privaten PKW geplant

Der Druck auf die Hersteller wächst. Sie müssen künftig die tatsächlichen Verbrauchsdaten an die EU-Kommission übermitteln, die sie von jedem Fahrzeug erfassen. Dazu ist die EU-Kommission ab 2021 verpflichtet. So sollen die Autobauer dazu verpflichtet werden, dass sie Autos bauen, die nicht nur auf dem Prüfstand sparsam sind, sondern auf der Straße auch.

Die Maßnahme wird im Rahmen der neuen Abgastests WLTP verlangt. Dadurch soll es der Kommission möglich sein zu überprüfen, dass Verbrauchswerte in Zukunft im realen Gebrauch nicht mehr so stark von den angegebenen Werten abweichen.

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Der Spiegel berichtet: „Laut einer Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) lag der reale Kraftstoffverbrauch neuer Pkw zuletzt durchschnittlich um 39 Prozent über dem von den Fahrzeugherstellern angegebenen Testverbrauch.“

Um die Daten zu erfassen soll in den Fahrzeugen ein so genanntes „On-Board Fuel Consumption Meter (OBFCM)“ verbaut werden. Mit dem OBFCM müssen demnach ab dem 1. Januar 2020 daher alle Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit neuer Typengenehmigung ausgerüstet sein.

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Es ist aber unklar, wie der künftige Datentransfer technisch umgesetzt werden soll. “Das exakte Prozedere zur Übertragung, Auswertung und Nutzung der OBFCM-Daten ist noch nicht festgelegt worden”, teilt ein Volkswagen-Sprecher mit.

Momentan sieht es so aus, als ob die technische Machbarkeit und der Datenschutz den Prozess der endgültigen Einführung noch einige Steine in den Weg legen würden. Es scheint, als ob die Erprobungsphase zwischen 2021 und 2026 einen jährlichen Bericht über die Entwicklungen vorsieht. So soll erprobt werden, ob man die Diskrepanz zwischen den Herstellerangaben und den tatsächlichen Verbrauchswerten in den Griff bekommen kann.

Quelle: Spiegel

Bild von Csaba Nagy auf Pixabay