EZB-Strafzinsen: Banken wälzen Kosten u.a. gestaffelt nach Tageszeit ab

Bankgebühren um die Strafzinsen der EZB aufzufangen sind keine Neuigkeit mehr. Wie Kreativ die Geldinstitute werden, um die Kosten auf die Kunden abzuwälzen ist hingegen neu. Wer vor 08:00 Uhr und nach 17:00 Uhr, also außerhalb der Hauptgeschäftszeiten Geld abhebt, der zahlt eine Transaktionsgebühr von 0,35 Euro. Und das gilt auch für die eigenen Kunden einer Bank in Passau.

Die Zinspolitik der EZB unter Draghi hat dazu geführt, dass Banken, die Geld bei der Zentralbank deponieren dafür „Strafzinsen“ zahlen müssen. Zu Beginn dieses Jahres hatten die meisten Genossenschafts- und Kundenbanken noch beteuert, dass sie die dadurch entstehenden Kosten nicht an die Kleinsparer weiter geben wollten.

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Nachdem die EZB in dieser Woche ihre Beschlüsse zur zukünftigen Zinspolitik bekannt gegeben hat, sieht es für die Otto-normal-Sparer in Deutschland nicht gut aus. Sollten die niedrig- beziehungsweise negativ-Zinsmodelle auf Geldeinlagen längerfristig Bestand haben, so kann es durchaus sein, dass die Sparkassen diese Strafzinsen an Privatkunden mit ihren meist kleinen und mittleren Einlagesummen weitergeben werden.

Quelle: n-tv

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Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay