Der Mops – Familienmitglied oder Gegenstand?

Am Nikolaustag kamen die Beamten und pfändeten das einzige im Haushalt mit Wert. Die Mopsdame Edda. So erklärte es die Besitzerin dem Ahlener Tageblatt. Sie hatten die Hundesteuer nicht bezahlt und um diese zu bekommen nahmen die Beamten das Tier mit und verkauften es bei Ebay.

Nicht nur die alte Besitzerin der Hundedame ist verständlicherweise angesäuert auch die neue Besitzerin – ebenfalls eine staatsbedienstete Polizistin – wunderte sich über den niedrigen Verkaufspreis von 750 Euro bei Ebay Kleinanzeigen. Sie vermutete Betrug. Ihr wurde aber am Telefon ein gesundes Tier und ein rechtmäßiger Verkauf versichert. Nachdem der Kauf über die Bühne ging musste Edda aber ziemlich schnell am Auge operiert werden, Folge eine Rechnung in vierstelliger Höhe. Die Polizistin will nun gegen die Stadt vorgehen.

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Juristisch gesehen ist es möglich das die Familie und Edda einem Winkelzug zum Opfer gefallen sind. Gerichtsvollzieher die bei den meisten Fällen der Schuldeneintreibung eingesetzt werden würden ein Haustier nicht beschlagnahmen, das ist Ehrensache und wird so praktiziert. Wenn jedoch Vollstreckungsbehörden des Staates zum Einsatz kommen, dann scheint diese Sitte offenbar nicht zu gelten.

[Archiv Erstveröffentlichung 01. März 2019]

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Quelle: Stuttgarter Zeitung
Quelle: FAZ

1 Kommentar

  • Schürmanns Peter

    Also laut Satzung des Auktionshauses Ebay steht in den Statuten , das keine lebenden Tiere über das Ebay-Portal verkauft werden darf ! Was soll ich jetzt davon Denken ? Das hier schlecht recherchiert wurde ,? Oder , das der Gerichtsvollzieher etwas unrechtes , weil verboten, getan hat ? Oder hat da nun Ebay seine eigenen Regeln gebrochen ?? Es ist ein unding , das mit Lebewesen solche Dinge abgezogen werden ! Herr Gerichtsvollzieher ! Schämen sie sich ! Als wenn das die einzigste Möglichkeit gewesen wäre, die ausstehende Hundesteuer einzutreiben ! Alles fällt hier wieder einmal auf Merkels bKatastrophenpolitik zurück , holts von den Armen , gebts den Reichen !

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