Mögliche Einigung im Handelsstreit mit China

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet schon seit Wochen die Wirtschaft. Er besteht bereits seit Anfang 2018. Hauptgegenstand dieser wirtschaftspolitischen Verhandlung ist die Einführung neuer Importzölle. Hintergrund ist außer dem Handelsbilanzdefizit der USA auch der Streit um die Sicherheit des geistigen Eigentums und der erzwungene Technologietransfer im Land China.

Verantwortlich für den bestehenden Handelsstreit ist das Handelsbilanzdefizit in den USA gegenüber China. Der US-Präsident Donald Trump hatte schon im Wahlkampf im Jahre 2016 angekündigt, dies verringern zu wollen. 2017 betrug der US-Warenexport nach China etwa 130 Milliarden Dollar, wobei hier Güter im Wert von 505 Milliarden Dollar aus China in die USA importiert wurden. Das Handelsbilanzdefizit hatte sich zur Zeit des Handelsstreits stetig erhöht und wuchs im Oktober auf ein sehr hohes Niveau von circa 43 Milliarden Dollar an.

Anzeige

Am 17. September 2018 meldete die US-Regierung Strafzölle ab dem 24. September an, die die Hälfte der Importe aus China betreffen. Erst einmal sollten Strafzölle in Höhe von 10 Prozent gezahlt werden und ab dem Monat Januar 2019 auf 25 Prozent erhöht werden. Außerdem erklärte Trump, dass man bei Vergeltungsmaßnahmen seitens Chinas weitere 267 Milliarden Dollar Importe aus China mit entsprechenden Zöllen beweisen werde. Ferner wurde angekündigt, dass negative Effekte für die USA kaum berechenbar seien. Die Zölle der Höhe von 10 Prozent wurden am 24. September 2018 beschlossen.
China reagierte auf die Zölle und kündigte diese auf US-Importe mit einem Gesamtvolumen von 60 Milliarden Dollar an. Diese traten auch am 24. September 2018 in Kraft.

Eine mögliche Einigung ist mittlerweile abzusehen. Gemäß der US-Handelskammer stehen beide Parteien vor einer möglichen Einigung. Demzufolge hat die US-Regierung bejaht, von weiteren geplanten Zöllen auf Importwaren aus China in der Höhe von 160 Milliarden Dollar abzusehen und vor allem die bestehenden Zölle zu verringern. Unklar ist jedoch, um welchen Betrag die Abgaben gesenkt werden.

Quelle: Zeit Quelle: Spiegel

Bild von Alexander Kliem auf Pixabay