Schrecklich für die Kunden: Autobauer sitzen Dieselklagen aus

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende in dem nicht entschieden wurde, wie es mit Tausenden Klagen gegen Automobilherstellern wegen zu hoher Abgaswerte weiter gehen wird. Die Verursacher des Diesel-Skandals wollen nicht zahlen und hoffen offenbar auf Erfolg durch Zeit.

Die Unsicherheit für Hunderttausende Dieselfahrer hält weiter an. Mehr als vier Jahre nach dem Beginn der Diesen-Skandale gibt es in vielen Prozessen nach wie vor keine Klarheit. Steht den Kunden Schadenersatz zu oder kann man sich auf einen Vergleich einigen, all dies steht noch in den Sternen.

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Momentan gibt es viele verschiedene Einschätzungen, ob den Klägern Schadensersatz zustehen würde. Unterschiedliche Urteile einzelner Gerichte erschweren eine einheitliche Chancenbewertung für die Kläger zudem.

Am Braunschweiger Oberlandesgericht (OLG) werden 444.000 gebündelte Klagen mit dem neuen Instrument der Musterfeststellungsklage verhandelt. Der Vorsitzende Richter Michael Neef warb schon für einen Vergleich zwischen VW und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen. – wie n-tv berichtet.

VW meldete offenbar zum Jahreswechsel zirka 60.000 anhängige Klagen im ganzen Land. Darüber hinaus seien schon 50.000 Urteile gefällt worden. Im September 2015 wurde aufgedeckt, dass Abgas-Software millionenfach manipuliert worden sei, das hat den Anfang von “Dieselgate” markiert.

Die Kosten für die Automobilhersteller belaufen sich mittlerweile auf mehrere Milliarden Euro. Alleine VW hat sich für die Folgekosten mehr als 30 Milliarden Euro auf die Seite gelegt. Ein Großteil der Aufwendungen fallen bisher augenscheinlich im Ausland an.

Daimler, VW und co. setzen bei dem Thema offenbar auf Zeit. Wie berichtet wird kann man sich bei den Automobilherstellern vorstellen, dass in vielen Fällen auch eine Verjährung geltend gemacht werden könne.

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Quelle: n-tv

Bild von motointermedia auf Pixabay