Klimarettung: Emissionshandel bringt dem Bund mehr als 3 Milliarden Euro

Es werden immer weniger neue Verschmutzungsrechte ausgegeben, dadurch verknappen sich die Zertifikate und werden teurer. Davon profitiert die Bundesrepublik. Die Erlöse der Versteigerungen von Emissionszertifikaten lagen in diesem Jahr rund 600 Millionen Euro höher als im Vorjahr.

Insgesamt kamen bei den Versteigerungen gut 3,16 Milliarden Euro zusammen. Die Emissionsberechtigungen werden zu je einer Tonne Ausstoß CO2 verkauft. Stößt ein Kraftwerk oder eine Industrieanlage 1 Tonne CO2 aus, so muss dafür ein Zertifikat abgegeben werden. Reichen die zugewiesenen Zertifikate nicht aus, dann muss am Markt nachgekauft werden.

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Der Emissionshandel gilt EU-weit. So sollte ein Anreiz geschaffen werden in umweltfreundlichere Technologien zu investieren. Die Auktionseinnahmen werden in den Energie- und Klimafond eingezahlt. Mit dem Fonds sollen Maßnahmen im Rahmen der Energiewende finanziert werden.

Die Verknappung der Zertifikate lässt die Preise nun rasant ansteigen. Lag der Preis pro 1 Tonne zu Beginn des Handels noch bei rund 10 Euro, so ist der Preis 2018 bereits auf 14,92 Euro gestiegen. In diesem Jahr wurden sogar Werte von bis zu 24,65 Euro für ein Zertifikat erreicht, mit dem man zum Ausstoß von 1 Tonne CO2 berechtigt ist.

„”Wir hatten am Spotmarkt historisch niedrige Gaspreise und hohe CO2-Zertifikatspreise sowie Kohlepreise”, sagte Huneke, von der Energieberatungsgesellschaft Energy Brainpool. Das habe dazu geführt, dass Gaskraftwerke viel günstiger Strom produzieren konnten, Kohlestrom sei so im Markt zurückgedrängt worden. Mit dem Winter hätten sich die Gaspreise aber wieder erhöht.“ – so berichtet der Spiegel.

Der Energiemix steht in Deutschland wohl immer noch vor großen Herausforderungen. Kohle, Gas und Atomkraft streiten nach wie vor um Marktanteile. Und der Ausbau erneuerbarer Energie scheint zu stocken. Die Bundesnetzagentur vermeldete den Neubau von lediglich 160 neuen Windkraftanlagen bis einschließlich November 2019. Das seien so wenige, wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Quelle: Spiegel

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Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

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