„Umweltsau“-Video des WDR schlägt hohe Wellen

Das Musikvideo, welches der WDR zeitnah nach der Veröffentlichung wieder gelöscht hat, wurde schnell mehrfach neu hochgeladen. Unter den Tisch kehren war also nicht mehr möglich. Textzeilen wie: „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau.“ Weiter hieß es: „Meine Oma fährt mit ´nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator.“ sind damit weiter im Netz verfügbar. Der WDR setzte daraufhin eine Sondersendung an, um sich zu entschuldigen.

WDR macht Sondersendung um sich zu entschuldigen

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Der WDR beraumte eigens eine Sonder-Sendung an. Im Rahmen der Sendung stellte sich WDR-2-Chef Jochen Rausch am Samstagabend „stellvertretend für die Redaktion“ den Reaktionen der Hörer. „Grundsätzlich stehe ich als Chef vor und hinter meinen Mitarbeitern“, sagte Rausch. „In dem Fall können wir aber die Hose runterlassen und sagen: Wir haben einen Ausdruck benutzt, nämlich ,Umweltsau‘, und den in Verbindung gebracht mit der lieben Omi, der man das gar nicht vorwerfen kann.“, hieß es.

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„Der WDR hat mit dem Lied „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“, das die Redaktion den Dortmunder Kinderchor singen ließ, Grenzen des Stil und des Respekts gegen über Älteren überschritten. Jung gegen Alt zu instrumentalisieren ist nicht akzeptabel.“

Der Intendant des WDR ruft vom Sterbebett des Vaters an

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Auch WDR-Intendant Tom Buhrow rief in der Somnder-Sendung an. „Das Video mit dem verunglückten Oma-Lied war ein Fehler“, sagte Buhrow. „Ich entschuldige mich ohne Wenn und Aber dafür.“ Offenbar habe er aus dem Krankenhaus in seiner Heimatstadt Siegburg angerufen, in dem sein 92-jähriger Vater seit Heiligabend wäre. „Er sitzt neben mir, und ich kann sagen: Er ist keine Umweltsau. Er hat sein Leben lang hart gearbeitet.“ Der WDR wolle Menschen nicht spalten, sondern einen „Beitrag zu einem besseren Klima in unserem Land“ leisten.

Die Corleitung des WDR Kinderchors hat sich nun auch geäußert

“Den teilnehmenden Kindern wurde erklärt, was die Parodie bezwecken soll: Mit Überspitzung und Humor den Konflikt zwischen den Generationen aufs Korn nehmen.” heißt es auf der Webseite des Chors. Und weiter steht in dem Statemant: “Als die Anfrage zusammen mit Text und Lied aus der WDR 2 Redaktion kam, konnten die Kinder und Eltern freiwillig entscheiden, an dem Projekt teilzunehmen. Es gab keinen Zwang und es wurde niemand instrumentalisiert.”

Bild von Michael Bußmann auf Pixabay [Symbolbild]

Quelle: Welt / Twitter