"Nestlé: Menschlicher und verantwortungsvoller als gedacht“

Diese Schlagzeile würde der Deutschland-Chef Marc-Aurel Boersch gerne einmal über den Nestlé Konzern lesen, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. In dem Interview geht es unter anderem um Nachhaltigkeit, gesunde Produkte, Recycling und die zukünftige Ausrichtung des Konsumgüter-Giganten.

„Wasser ist etwas Gesundes und ich hoffe, dass viele Unternehmen Wasser vermarkten. Damit meine Kinder und andere Menschen weniger Süßgetränke trinken.“ sagt Marc-Aurel Boersch. Das Nestlé mit seiner Größe mitunter aber auch versucht sich unverhältnismäßig erscheinende Vorteile zu verschaffen hat man in den USA gesehen, als man mit einer kleinen Kommune vor Gericht zog, um das Recht an einer Wasserquelle. Mehr zu dem verlorenen Prozess lesen Sie hier.

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Der Deutschland-Chef spricht auch über die verworfene Idee einer Pipeline in Vittel. Die eigentlich von Nestlé genutzte Quelle büßte zu viel ein, bezogen auf den Wasserstand, daraufhin musste der Betrieb runter gefahren werden. Um die 1000 Arbeitsplätze zu erhalten wurde die Idee entwickelt, eine Pipeline aus einem benachbarten Dorf mit eigener Quelle in Richtung Vittel zu bauen. Es gab zu viel Gegenwind und die Idee wurde wieder verworfen.

Das Interview dreht sich offenbar vor allem um die Aktivitäten in Deutschland und Europa. Weltweit gesehen hat Nestlé mit ganz anderer Kritik zu kämpfen. Raubbau zum Beispiel: Dieser wurde augenscheinlich auf eine neue Stufe angehoben. Obwohl Nestlé seit Jahren zugesagt hat, seine Palmöl Produktion umweltverträglich machen zu wollen, liegen neue Indizien vor, dass für den Anbau des wichtigen Rohstoffs viele tausend Quadratkilometer Regenwald abgeholzt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Quelle: Das ganze Interview im Handelsblatt