Nach Silvester-Eskalation in Leipzig: Staatsanwalt prüft Videos

Nach der Eskalation der Silvesternacht in Leipzig prüft die Staatsanwaltschaft von Amts wegen auch den Verdacht von möglicher Polizeigewalt. Anzeigen von Betroffenen lägen allerdings weiterhin nicht vor, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz.

Leipzig (dpa)

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Die Anklagebehörde hatte eventuelle Geschädigte ausdrücklich dazu aufgerufen, sich zu melden. Das Internetportal «BuzzFeed News Deutschland» hatte Videomitschnitte von den Ausschreitungen im Stadtteil Connewitz in der Silvesternacht veröffentlicht. Auf den undeutlichen Aufnahmen ist unter anderem zu sehen, wie Polizisten an einer am Boden liegenden Person vorbeigehen. Ein Video soll auch einen blutenden Mann in Handschellen zeigen.

«Die Staatsanwaltschaft prüft von Amts wegen, ob aufgrund der Veröffentlichungen Anhaltspunkte vorliegen, welche den Anfangsverdacht für eine Straftat begründen können», teilte Schulz mit.

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Wegen verschiedener Angriffe auf Polizisten am Connewitzer Kreuz führt die Staatsanwaltschaft derzeit 13 Strafverfahren. Ein Beamter war in der Silvesternacht so schwer verletzt worden, dass er mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Polizei vermutet Linksextremisten hinter den Attacken.

In der Neujahrsnacht ist im Stadtteil Connewitz zu Zusammenstößen zwischen Linksautonomen und der Polizei gekommen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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