Dax kämpft sich nach hohen Verlusten wieder nach oben

Die Furcht vor den Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hat auch zur Wochenmitte auf dem deutschen Aktienmarkt gelastet.
Dax
Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa)

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Allerdings konnte der Dax die hohen Verluste der ersten Handelsstunde eingrenzen. Hatte der Leitindex im Tief mehr als drei Prozent eingebüßt, so lag er am frühen Nachmittag nur noch mit 0,7 Prozent im Minus bei 12.702,60 Punkten.

Unterstützung erhielt der Dax von den Automobilaktien. BMW, Daimler, Continental und Volkswagen legten zwischen 0,8 und 2 Prozent zu. Hier griffen Anleger auf niedrigem Niveau wieder zu.

Die Bilanz des Dax seit Donnerstag vergangener Woche ist gleichwohl desaströs: In nur fünf Börsentagen pulverisierte der Dax die Gewinne der vorangegangenen vier Monate. Vom jüngsten Rekordhoch bei 13.795 Zählern trennen ihn mittlerweile wieder mehr als 1000 Punkte.

Immer mehr Länder auf der Welt melden Infektionen mit dem Coronavirus, beispielsweise Brasilien, die Philippinen und Algerien. Immer mehr Unternehmen treten bei ihren Prognosen für die künftigen Geschäfte auf die Bremse. Italien befürchtet derweil wegen der steigenden Zahl von Infektionen, in die Rezession abzurutschen.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel um 1,6 Prozent auf 26.885,74 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gab um ein halbes Prozent nach und hielt sich damit deutlich besser.

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Papiere der Lufthansa holten hohe Verluste fast komplett wieder auf. Nach einem Abschlag von mehr als vier Prozent lagen sie zuletzt nur noch leicht im Minus. Die Lufthansa will wegen des Virus die Kosten senken. Steil abwärts ging es erneut mit den Aktien des Triebwerkherstellers MTU, sie büßten als Schlusslicht im Dax 3,2 Prozent ein.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Vortag auf minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 145,46 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,22 Prozent auf 175,66 Punkte nach. Der Euro notierte zuletzt bei 1,0872 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0840 Dollar festgesetzt.