Diätenverzicht – Bundestagsabgeordnete spenden 14 Millionen für Gesundheit

In einem einmaligen Vorgang haben sich die 709 Bundestagsabgeordneten darauf geeinigt für die nächsten 6 Monate auf die Hälfte ihrer Bezüge zu verzichten. Man wolle damit ein Vorbild sein – Kritiker glauben das nicht und verweisen auf den gestiegenen öffentlichen Druck in den letzten Tagen.

Als in der vergangenen Woche von verschiedenen Medien thematisiert wurde, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestags sich auf eine Diätenerhöhung von rund 2,6 Prozent ab Juli diesen Jahres freuen dürfen, hat die öffentliche Empörung nicht lange auf sich warten lassen. In Zeiten der tiefsten Einschnitte in weiten Teilen der Bevölkerung seit Jahrzehnten wurden Stimmen laut, dass die Abgeordneten verzichten sollten.

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Nun macht das Parlament sich den öffentlichen Druck zu nutze und zeigt mit einem beispiellosen Verzicht Courage und nimmt eine Vorbildfunktion in Sachen Solidarität ein. In normalen Zeiten wären die Diäten um den Nominalsatz des Vorjahres angehoben worden, auf 10.345,64 Euro brutto monatlich. Nun habe man sich still und heimlich darauf geeinigt, dass alle Abgeordnete von ihren rund 6.500 € netto 3.250€ spenden werden – und das für die nächsten 6 Monate.

Das entspricht einer monatlichen Summe von 2.304.250 €uro. Mehr als 2 Millionen Euro pro Monat. Daraus würde sich am Ende eine Gesamtspende von fast 14 Millionen Euro ergeben. Die Abgeordneten teilten mit, dass das Geld direkt in das Gesundheitssystem fließen wird.

Redaktionelle Anmerkung: Dieser Artikel wurde von uns am 1. April gegen 08:45 Uhr als Aprilscherz veröffentlicht.

Bild von clareich auf Pixabay