Wirtschaft

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Reiseverband meldet über 80 Prozent Umsatzausfall

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Coronakrise belastet die deutsche Reisebranche mit Milliarden. “Die Unternehmen der Reisewirtschaft verzeichnen mehr als 80 Prozent Umsatzausfälle, dies entspricht einer Größenordnung von 28 Milliarden Euro für 2020”, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, dem “Handelsblatt”. Die finanzielle Lage der Branche sei “höchst angespannt, Insolvenzen sind die Folge”.

Chef des größten Lebensmittelspediteurs kritisiert Hamsterkäufe

Versmold (dts Nachrichtenagentur) – Der größte Lebensmittelspediteur des Landes, die Nagel-Group aus Versmold in Nordrhein-Westfalen, hält die Versorgungslage weiter für sicher. “Persönlich gesagt, habe ich kein Verständnis für das Hamstern”, sagte Vorstandsvorsitzender Carsten Taucke der “Welt” (Samstagausgabe). Im Frühjahr habe es während des Lockdowns habe es zwar kurzzeitige Leerstände in den Regalen bei Nudeln, Toilettenpapier oder auch Desinfektionsmitteln gegeben.

Insolvenzen wegen Sonderregeln unter Vorjahresniveau

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bleiben wohl wegen der Corona-Sonderregeln weiter deutlich unter Vorjahresniveau. Im August 2020 haben die deutschen Amtsgerichte 1.051 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, 35,4 Prozent weniger als im August 2019, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen war vom 1. März bis zum 30. September 2020 ausgesetzt worden.

Fratzscher erwartet 2021 mehr Insolvenzen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, erwartet als Folge der Coronakrise eine deutliche Zunahme der Firmeninsolvenzen 2021. “Die Unsicherheit durch Corona wird weit ins nächste Jahr reichen. Das bremst die wirtschaftliche Erholung und könnte zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz treiben”, sagte er der “Passauer Neuen Presse” (Donnerstagsausgabe). Neben den Insolvenzen dürften viele Firmen auch mit schwierigeren Finanzierungsbedingungen zu kämpfen haben, die bislang gut und günstig an Kredite gekommen seien, so der Ökonom.

BA-Chef blickt vorsichtig optimistisch auf Arbeitsmarkt

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, blickt vorsichtig optimistisch auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Coronakrise. “Die Corona-Maßnahmen im November bedeuten einen Dämpfer in der Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt, die wir in den vergangenen Monaten hatten”, sagte er dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Montagausgaben). “Einen Einbruch werden wir voraussichtlich nicht erleben – wenn es bei vier Wochen bleibt”, setzte er hinzu.

Rentner im Westen müssen sich auf Nullrunde einstellen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Rentner im Westen Deutschlands müssen sich im kommenden Jahr auf eine Nullrunde einstellen. Das berichtet das Nachrichtenportal “The Pioneer” unter Berufung auf den Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung. Die Renten im Osten sollen demnach im kommenden Jahr um 0,7 Prozent steigen.

ADAC: Spritpreise weiter auf Talfahrt

München (dts Nachrichtenagentur) – Der Rückgang der Spritpreise hat sich im Oktober fortgesetzt. Das geht aus der monatlichen Kraftstoffpreis-Auswertung des ADAC hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach bezahlten die Autofahrer im Monatsmittel 1,228 Euro für einen Liter Super E10 (-1,7 Cent im Vergleich zum Vormonat).

Flixbus stellt Betrieb im November vorübergehend ein

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Fernbusreisevermittler Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb vorübergehend ein.

BGL erwägt nach Maut-Urteil Ausgleichsforderungen für Unternehmen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur fehlerhaften Berechnung der Lkw-Maut bringt die Transportbranche Ausgleichszahlungen des Bundes an die betroffenen Unternehmen ins Gespräch. Wenn die der Entscheidung zugrunde liegende Klage Bestand habe, werde sein Verband prüfen lassen, ob etwaige Maut-Rückerstattungsansprüche für betroffene Unternehmen im Raum stünden, sagte der Vorstandssprecher des Spitzenverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). “Wir setzen dabei aber auf die Gesprächsbereitschaft des Bundesverkehrsministeriums und können uns vorstellen, einen Vergleich zu vereinbaren mit Rückerstattungszahlungen für die Unternehmen”, fügte Engelhardt hinzu.

NGG und Dehoga fordern unbürokratische Hilfe für Gastgewerbe

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) haben die Bundesregierung aufgefordert, die angekündigte Nothilfe für das Gastgewerbe unbürokratisch zu gewähren. “Für viele Betriebe im Gastgewerbe kommt der neuerliche Lockdown ohne schnelle und massive Hilfe einem Todesstoß gleich”, sagte NGG-Chef Guido Zeitler der “Rheinischen Post” (Online-Ausgabe). “Diese Hilfe muss unbürokratisch und über den November hinaus fließen.”